Kleinbeträge im Ausland zahlen

Kleinbeträge ins Ausland zahlen

Durch das Internet, die leichteren Möglichkeiten zur Kreditkartenakzeptanz und SEPA innerhalb Europas ist die Bezahlung von Kleinbeträgen ins Ausland natürlich mittlerweile um einiges einfacher geworden.
Generell gilt aber: Gerade bei neuen oder unbekannten Verfahren sorgfältig die Konditionen vergleichen!
Die Nennung der nachstehenden Dienste stellt keine Empfehlung dar und eine Nutzung liegt alleine im eigenen Risiko. Es sollte darauf geachtet werden, ob der ausgewählte Dienstleister einer aufsichtsrechtlichen Überwachung unterliegt.

Klassische Bankverfahren

Innerhalb des SEPA Raums ist eine Überweisung auf jedes Konto kostengünstig und schnell möglich. Ist die Zielwährung nicht EURO, fallen ggf. beim Empfänger Konvertierungskosten in die Zielwährung an.

Internetdienste

Dienste wie Paypal oder Skrill (ex Moneybookers) setzen voraus, dass Sender und Empfänger Teilnehmer dieser Dienste sind. Außerdem sind die Provisionen und Umrechnungskurse manchmal etwas verworren, wenn man Beschwerden im Internet glaubt. Ggf. entstehen dem Empfänger auch nochmal Kosten.
XE bietet eine eine Währungskonvertierung und Zahlung auf ein Zielkonto ebenso an wie TransferWise, die beide auch mit niedrigen Gebühren und besseren Wechselkursen werben.

Bargeldtransfer

Teuer, dafür schnell und auch für Empfänger ohne Zahlungsverkehrskonto nutzbar, sind Bargeldtransferdienste wie Western Union, MoneyGram oder Ria. Hier wird das Geld bar bei einem teilnehmenden Geschäft, Wechselstube oder Bank ausgezahlt.
Allerdings gilt hier:Das Geld ist schnell übermittelt, aber dann auch weg, wenn es abgehoben wurde! Viele Onlinebetrugsmaschen drehen sich um diese Bargeldtransferdienste. Nutzen Sie diese nie, um an unbekannte Empfänger Rückerstattungen wegen angeblicher Überzahlungen, Erstattung mittels anderer Zahlungsmittel erhaltener Beträge vorzunehmen oder für Vorschüsse an unbekannte Geschäftspartner.

Money Orders, Bankschecks, Gutscheine etc.

Bei Money Orders handelt sich dabei um Zahlungsanweisungen international tätiger US-amerikanischer und kanadischer Banken, die sich durch diese verbrieften Anweisungen verpflichten, einen bestimmten Geldbetrag an den im Dokument ausgewiesenen Begünstigten (to the order of) auszuzahlen.
Money Orders stellen keine Schecks im üblichen Sinne dar, werden aber als solche in der Praxis behandelt, da sie auch durch einfaches Indossament übertragbar sind. Die internationale Zahlung erfolgt durch Versendung der Money Orders an den Begünstigten, der sie wiederum einer Bank zur Einlösung (Inkasso, Zahlung E.v.) vorlegt.
Money Orders können mit festen Vorlagefristen ausgegeben werden, so dass nach Ablauf der genannten Frist die ‘bezogene’ Bank nicht mehr in Anspruch genommen werden kann. Häufig werden sie als Blankoformular ohne Unterschrift eines Bankbevollmächtigten, jedoch mit fest eingedruckten Beträgen von Banken zum Kauf angeboten. Der Käufer trägt dann den Begünstigten, das Ausgabedatum und seine Unterschrift ein (Personal Money Order) und zahlt den eingedruckten Geldbetrag an die Bank. (in etwa vergleichbar Traveller cheque).
In den USA sind Money Orders in Supermarktketten wie Wal-Mart oder 7-Eleven zu kaufen.

Ansonsten kann man aber in der Regel auch einen Bankscheck schicken (z.B. Aufnahmegebühren an amerikanischen Unis), falls man an eine Money Order nicht herankommt. Elektronische Überweisungen sind für viele US-amerikanische Unternehmen und Institutionen ohne Kreditkartenakzeptanz immer noch ein Buch mit sieben Siegeln.

Hierzu kann man bei seiner Bank einen Auslandsscheck erwerben, der auf eine Niederlassung oder Partnerbank im (Begünstigten-) Ausland gezogen ist. Für den Empfänger ist es also ein Inlandsscheck, der Zahlende muss jedoch leider die AZV-Konditionen seiner Bank zahlen. Den Scheck kann man sich entweder von seiner Bank aushändigen lassen und selbst verschicken oder durch die Bank direkt an die Adresse des Empfängers verschicken lassen. Neben den recht hohen Provisionen gibt es hier auch noch das Verlustrisiko zu erwähnen.

Eine etwas ungewöhnliche, aber einfache, Möglichkeit, im Ausland Schulden bei Privatleuten zu zahlen ist, Geschenkgutscheine zum Beispiel von der jeweiligen Amazon-Niederlassung zu kaufen und an den Empfänger zu mailen. Also bei Kauf in USA einen Geschenkgutschein von amazon.com mit der eigenen Kreditkarte kaufen und dem Empfänger zusenden.