Eine Reihe von Fragen in den Newsgroups dreht sich immer wieder um die Bankleitzahl-Systematik und wo denn da die Prüfziffer drinsteckt. Hier wird etwas durcheinander geworfen, die Bankleitzahl selber hat keine Prüfziffer.
Viele Banken haben allerdings Ihre Kontonummern so aufgebaut, das die
Kontonummer eine Prüfziffer enthält. Das Verfahren, nach
dem diese berechnet/geprüft wird wird im BLZ-Verzeichnis mit angegeben,
daß die Bundesbank vier Mal im Jahr
aktualisiert
veröffentlicht.
Die Bankleitzahl ist 8-stellig und wird üblicherweise in der Form xxx xxx xx geschrieben. Das ist nicht nur leichter lesbar, sondern die Trennung entspricht auch der Aufbausystematik :
123 456 78
Nimmt man also beispielsweise die Bankleitzahl 500 604 00 auseinander erkennt man die folgenden Tatsachen :
Die so gewonnenen Informationen kann man zB nutzen, wenn man dafür sorgen möchte, daß ein Empfänger möglichst schnell sein Geld erhält. Sind auf dem Briefbogen des Empfängers mehrere Kontoverbindungen angegeben kann man auf das Konto überweisen, das im gleichen Bankensektor (4. Stelle Bankleitzahl) liegt wie das eigene Konto. Viele Firmen mit mehreren Bankverbindungen überweisen Ihre Zahlungen immer über die Bank, die im gleichen Bankensektor liegt wie die Bank des Zahlungsempfängers, um so den Ablauf zu beschleunigen. Zum Thema "Verrechnungswege und Laufzeiten" lesen Sie bitte das Kapitel zum Überweisungsverkehr und den Girokreisen.
Das Bankleitzahlenverzeichnis kann bei der Bundesbank sowohl als
Datei
runtergeladen werden als auch
direkt
durchsucht werden.
Viele Banken haben Ihre Kontonummern nicht einfach fortlaufend vergeben, sondern versehen diese intern mit einer Prüfziffer. In der Regel werden die Verfahren, die zur Berechnung der Prüfziffer benutzt werden, auch veröffentlicht. Ist ein Prüfziffernverfahren veröffentlicht, ist die Auftraggeberbank einer Überweisung verpflichtet, die vom Kunden angegebene Empfänger-Kontonummer nachzurechnen *). Ist die Prüfung negativ, wird im Auftrag eine entsprechende Kennung weitergeleitet (gilt nicht für Spendenzahlungen mit Textschlüssel 19, siehe unten), und das Empfänger-Institut kann nochmal nachsehen, ob die Kontonummer existiert oder für wen die Überweisung wirklich bestimmt war. Ggf. landen solche Zahlungen dann erstmal auf einem Fehlkontierungskonto und werden manuell an den beabsichtigten Empfänger weitergeleitet.
Zwei Dinge sind also bei diesem Verfahren zu beachten :
Sowohl das jeweils aktuelle Bankleitzahlen-Verzeichnis, als auch die
Dokumentation der Prüfziffernverfahren sind auf der Webseite der
Bundesbank abrufbar.
Unser Prüfziffernexperte Matthias Hanft hat in seinem Produkt
KONTOPRUEF alle Funktionen rund um Bankleitzahlen
und Kontonummern vereinigt. Es kann besonders einfach in eigene Skripte und
Websites integriert werden (z.B. mit ASP oder PHP, mit und ohne SSL, per
WDDX oder WebServices/SOAP).
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(c) 1999-2003 Christian Bartsch
Fussnote: Abkommen zum Überweisungsverkehr, Nummer 2, Ziffer 3