HBCI
Homebanking Computer Interface

Am Anfang war Bildschirmtext. Ein System, bei dem ursprünglich noch eigens gebaute Geräte zum Einsatz kamen, die zum Beispiel über den Fernseher angeschlossen wurden oder wie die geliebten Multitel´s als eigenes Gerät mit eingebautem Telefon vertrieben wurden. Diese Geräte waren im wesentlichen zur Anzeige und Eingabe bestimmt, hatten aber keine eigene Intelligenz. Auf genau diese "dummen Terminals" waren auch die Sicherheitslösungen wie das PIN/TAN-Verfahren zugeschnitten. Erst langsam löste sich der damalige Monopolist Deutsche Post von seinen restriktiven Vorgaben und so kamen Anfang der 90er Jahre auch endlich PCs als Endgerät zum Zuge, was die Breiteneinführung von BTX wesentlich weiterbrachte. Ende der 90er wurde dann auch klar, daß man beim Homebanking die fortgeschrittene Intelligenz der Endgeräte nutzen sollte, um neue Sicherheitsverfahren beim Homebanking umzusetzen.

Somit war HBCI geboren, das Home Banking Computer Interface. Die ersten Spezifikationen wurden 1997 verabschiedet, alle Banken sollten eigentlich, so sah es die ZKA-Vereinbarung vor, zum Oktober 1998 HBCI anbieten können. Allerdings hat es dann doch noch bis Ende 1999 gedauert, bis HBCI sich langsam in der Breite etablierte. Gefördert auch dadurch, daß manche Banken ihren alten CEPT BTX-Dialog lieber einstampften, als ihn EURO- und Jahr2000-fest zu machen und stattdessen HBCI gepusht haben.

Viel zu diesem Thema zu schreiben erübrigt sich eigentlich, diese Arbeit haben sich schon andere gemacht. Natürlich hat so eine Einführung auch manche Bauchschmerzen und Geburtswehen zu überstehen. Wer Probleme mit seiner Software / Bank / Einstellungen hat dem sei als erstes angeraten, seine Bank bzw. den Softwarehersteller zu kontaktieren. Es wäre schon sehr seltsam, wenn man der erste mit genau diesem Problem sein sollte. Ansonsten kann ein Nachfragen in der Newsgroup de.etc.finanz.software nicht schaden. Bitte aber dort erstmal schaun, ob die Frage in den letzten Tagen schon beantwortet wurde und möglichst genaue Informationen mitliefern. Ein einfaches "Meine Software geht nicht" wird keine hilfreiche Antwort bringen.

Eine sehr gute Einführung ist das HBCI-Kompendium (PDF-Format, lokale Kopie) (darf zu Unterrichtszwecken freundlicherweise kopiert werden) von Six Sigma. Dort wird auch auf die Hintergründe, die Entwicklung etc. eingegangen. Sehr lesenswert.

Wem das noch nicht reicht, dem sei neben der Homepage von Six Sigma noch die offizielle HBCI-Seite des ZKA ans Herz gelegt, dort gibt es Informationen direkt von der Quelle, ein Diskussionsforum usw. usw. .

Programmierer finden die Spezifikationen auf den HBCI-ZKA Seiten, weitere Infos bieten die Seiten zum HBCI-Kernel bzw. zur HBCI-API (Alternativlink).


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