Folgende Kartenarten gibt es seitens der Banken:
Kundenkarten
wurden früher in der Regel am Anfang einer Kontoverbindung ausgegeben,
oder wenn die Funktionen einer ec-Karte nicht gewünscht war (durch
Scheckgarantie-Funktion ergab sich effektiv ein Kreditrisiko) bzw. eine solche
nicht ausgegegeben werden konnte (Minderjährige, mangelnde Bonität,
Kontoinhaber keine natürliche Person). Nachdem die
ec-Karte als Marke ab 2002
wegfällt, werden Kundenkarten der Institute unter verschiedenen
Namen wohl die Regel werden.
Als Basisfunktion kann man hiermit zum Beispiel den Kontoauszugsdrucker bedienen.
Institutsindividuell können auch noch Funktionen wie Bargeldabhebung
am Automaten, electronic-cash Zahlung national oder grenzüberschreitend
(Maestro), GeldKarten-Chip etc. aufgebracht werden.
Für welche Funktionen eine Karte freigeschaltet ist muß man entweder
bei seiner Bank erfragen, oder ggf. aus den aufgedruckten Logos schließen
:
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Karte ist für Nutzung am Geldautomat vorgesehen (wird nicht mehr genutzt) |
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Karte ist für Nutzung von
electronic cash vorgesehen
(Erstes Logo wird nicht mehr verwendet, das zweite Logo ist bis 2008 genutzt worden und wird ab dann sukzessive durch das neue girocard Logo abgelöst, das electronic cash und Geldautomat unter einem Logo bündelt) |
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Karte kann für
Maestro-Zahlungen im Ausland
benutzt werden. Wechselseitig idR kompatibel zu Cirrus. |
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Karte kann an Cirrus-Geldautomaten genutzt werden. Wechselseitig idR kompatibel zu Maestro. |
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Karte verfügt über einen GeldKarte-Chip zur Nutzung als Elektronische Geldbörse |
| Nur bei einigen Banken anzutreffende Logos: | |
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Auf den Karten einiger Mitgliedsbanken der Cash-Group angebracht. Nur Hinweisfunktion. |
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Nur auf Sparkassenkarten. Hinweis auf das
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Die ec-Karte (oder Kundenkarten der
Banken)
kann/konnte in der Regel alle oben genannten elektronischen Zahlungsverfahren
abwickeln. Zusätzlich funktionierte sie aber noch bis Ende 2001 als
Garantiekarte bei der Ausstellung von
eurocheques.
Schon 2001 wurde jedoch die Abschaffung der "alten" ec-Karte eingeläutet, damals wurde aus der ec (eurocheque) Karte die ec (electronic cash) Karte. Im Rahmen der europäischen Harmonisierung werden jedoch die bisherigen nationlaen Zahlverfahren offener und ermöglichen auch die Nutzung im Ausland bzw. die Nutzung ausländischer Karten im Inland zum Beispiel im Rahmen der EAPS. Um hierfür eineinhetiliches Logo einzuführen, wird auf Karten ab Ende 2008/Anfang 2009 das Logo girocard zu finden sein.
Mit dem girocard Logo wurde eine einheitliche Marke für
die deutschen Verfahren electronic cash (Bezahlen mit PIN im Handel) und
das Deutsche Geldautomaten System geschaffen. Außerdem löste man
sich damit von den alten Geldautomaten, eurocheque- und electronic cash-Logos
aus der obigen Tabelle, die teilweise noch fremden Markenrechten unterlagen,
und schuf damit eine eigene Marke. Die Ähnlichkeit zu den bisherigen
electronic cash Logos (Tastatur, eingesteckte Karte) ist sicherlich auch
sehr bewußt gewählt, um beim Karteninhaber und dem Handel den
Wiedererkennungswert zu erhöhen. Da deutsche Debitkarten im Rahmen von
EAPS auch in ausländischen Debitkartenverfahren funktionieren, hilft
der neutrale Name vermutlich auch bei der Akzeptanz im Ausland.
Im Handel soll das girocard Logo zunächst noch parallel zum bekannten
electronic cash Logo verwendet werden, um die "Umgewöhnung" sicherzustellen.
Die GeldKarte
kann, muß aber nicht, als eigenständige Karte ausgegeben werden.
In der Regel ist der GeldKarte Chip auf der ec-Karte oder Kundenkarte einer
(deutschen) Bank mit aufgebracht. In diesem Fall kann die Karte auch für
die Funktion GeldKarte genutzt werden.
Es handelt sich hierbei um eine vorausbezahlte, elektronische Geldbörse,
die insbesondere für Kleinbetragszahlungen gedacht ist. Beträge
bis insgesamt EUR 200,- können auf den Chip geladen werden und in beliebiger
Stückelung bei entsprechend ausgestatteten Händlern, Automaten
etc. zur Bezahlung benutzt werden. Als Bargeldersatz liegt hier der Schwerpunkt
auf der vereinfachten Abwicklung und der Schnelligkeit der Zahlung. Da es
keine Autorisierung der Zahlungen gibt können verlorene GeldKarten auch
nicht gesperrt werden. Genau wie beim Bargeld sind die gespeicherten
Beträge im Verlustfall erstmal "futsch", eine Erstattung ist aber unter
gewissen Bedingungen möglich.
Genaueres hierzu, zu der Verrechnung im Hintergrund, den viel zitierten
Schattenkonten und neuen, innovativen Zusatzanwendungen auf dem Chip gibt
es auf einer extra Seite zur
GeldKarte.
Kreditkarten
wurden in der "Urzeit" einmal als "Travel & Entertainment"-Karten für
Geschäftsreisende entwickelt. Heute gehört zu fast jedem Konto
eine oder mehrere Kreditkarten dazu und besonders für Leute, die viel
reisen, ist die Kreditkarte immer noch die einfachste Art, weltweit zu bezahlen.
Die Kreditkarten werden von Banken oder Kreditkartenfirmen in verschiedenen
Ausstattungen von "normal" (Silber, Classic, ...) über "besonders"
(Goldkarte) und "exklusiv" (World Signia, Platinkarte) bis "super-exclusiv"
(Centurion) herausgegeben. Neben dem Preis ändert sich damit normalerweise
das Paket an Zusatzleistungen (Versicherungen, Serviceleistungen, Buchungsdienst,
Lounge-Nutzung, Reisen etc.), die mit der Karte verknüpft sind.
Unter dem Begriff "Kreditkarte" werden normalerweise alle Karten
zusammengefaßt, die ein Logo einer Kreditkartenfirma tragen. Zu
beachten ist, das unter dem Begriff "Kreditkarte" verschiedene Sachen verstanden
werden können, insbesondere hinsichtlich der Abrechnungsmodalitäten
gegenüber dem Karteninhaber. Man unterscheidet :
Ein kleiner Sonderfall sind noch die gelegentlich auftretenden "direct charge" oder "daily charge" Karten. Hier erfolgt, ähnlich wie bei der debit card, zwar eine zeitnahe Belastung des Kontos, die Belastung läuft aber erst über ein technisches Kartenkonto, welches nur halt dann sofort per Lastschrift ausgeglichen wird.
Diese Unterscheidung ist aber nur im Innenverhältnis zwischen Karteninhaber und Kartenausgeber interessant. Der akzeptierende Händler merkt nicht unbedingt, wie die Karte abgerechnet wird. Der Händler bekommt sein Geld auf jeden Fall immer in dem Intervall, dass er mit dem Akquirer vereinbart hat.
Die bekanntesten Marken in Deutschland sind
VISA und
MasterCard. Seltener vertreten sind
American Express und
Diners Club.
Weitere Informationen enthalten auch noch die Kapitel zu den verschiedenen Zahlungsarten und deren Kosten und der Abschnitt, wie man als Händler Karten akzeptieren kann.
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