Lastschrift

Die Lastschrift ist gewissermaßen die Umkehrung der Überweisung. Der Zahlungsempfänger gibt hier seiner Bank (1. Inkassostelle) den Auftrag, vom Konto des Zahlungspflichtigen bei dessen Bank (Zahlstelle) einen bestimmten Betrag abzubuchen.

Hierzu gab es in Deutschland seit den 1960ern zwei unterschiedliche Verfahren, Einzugsermächtigung und Abbuchungsauftrag. Der Abbuchungsauftrag wurde zum 31.1.2014 eingestellt, die Einzugsermächtigung darf für Kartenzahlungen (ELV-Verfahren) noch bis 1.2.2016 genutzt werden. Alle anderen Einzüge hätten auch bis 31.1.2014 auf die SEPA Verfahren umgestellt sein müssen (wenn es keine Verlängerung gegeben hätte).

Seit November 2009 gibt es mit der Umsetzung der EU-Zahlungsdiensterichtlinie (Payment Services Directive) einen SEPA-weiten Rechtsrahmen. Damit gibt es endlich grenzüberschreitende SEPA Lastschriften:

  • SEPA Basis Lastschrift (SDD Core)
  • SEPA Firmenlastschrift (SDD B2B)
  • in Deutschland die SEPA Eillastschrift (SDD COR1), als nationale optionale Ausgestaltung einer Basislastschrift mit verkürzter Vorlagefrist

Für die Zahlungspflichtigen wurden diese neuen Lastschrifttypen mit den neuen Lastschrift-Sonderbedingungen im Rahmen der AGB Anpassung 2012 eingeführt.