Reiseschecks (oder Traveller´s Cheques) sind in einigen Ländern ebenfalls ein sinnvolles Reisezahlungsmittel. Je nach Land kann man sie entweder nur bei Banken / Wechselstuben zu Bargeld machen (nach Entgelten erkundigen!), in anderen Ländern (USA wird hier öfter genannt) kann man wie Bargeld damit bezahlen. Reiseschecks gibt es von mehreren Anbietern wie VISA, American Express und Thomas Cook.
Wie funktioniert ein Reisescheck?
Man erwirbt vor seiner Reise über seine Bank oder sonstige
Verkaufsstellen (Thomas Cook Wechselstuben und American Express Reisebüros
verkaufen auch die eigenen Reiseschecks) Reiseschecks in der gewünschten
Währung (entweder die Landeswährung des Urlaubslandes oder leicht
konvertierbare Währungen wie US-Dollar) und Stückelung (es gibt
die Schecks in verschiedenen Stückelungen). Hierbei wird in der Regel
eine Verkaufsprovision von 1% des Verkaufspreises fällig. Die Schecks
sind bei Empfang in dem jeweils dafür vorgesehenen Feld mit einer ersten
Unterschrift zu versehen. Außerdem erhält man eine Verkaufsquittung,
auf der die verkauften Schecks inkl. Seriennummer aufgeführt sind. Diese
sollte man sicher und getrennt von den Schecks aufbewahren!
Wenn man nun einen Scheck einlösen oder damit
bezahlen möchte, muß dieser vor den Augen des Empfängers
zum zweiten Mal unterschrieben werden, ggf. wird noch ein Ausweispapier verlangt.
Die Einschränkung, daß somit immer nur der Käufer die
Reiseschecks auch ausgeben kann, wird dadurch aufgelöst, daß es
auch Schecks gibt, bei denen zwei Erstunterschriften vorgesehen sind und
zur Einlösung einer der beiden Unterschriften ausreicht.
Ein immer wieder gerne ins Feld geführtes Argument ist, daß
Reiseschecks bei Verlust ersetzt werden. Hierzu muß aber auf jeden
Fall die Verkaufsquittung vorliegen, darum bei gemeinsamer Reise diese zum
Beispiel vom Reisepartner verwahren lassen. Auf den angepriesenen Ersatz
vor Ort innerhalb von 24 Stunden sollte man sich aber nicht unbedingt verlassen,
wenn man irgendwo im Hinterland beklaut wird!
Vor dem Kauf von Reiseschecks sollte man sich außerdem bei der Verkaufsstelle erkundigen, wie die Rücknahme von überzähligen Reiseschecks geregelt ist. Manche Verkaufsstellen nehmen eigene Reiseschecks ohne Provision zurück, manche berechnen noch einmal ein Entgelt. Hier lohnt sich ggf., ein bißchen herumzufragen.
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