Wie kann ich Kleinbeträge ins Ausland bringen ?
Häufig taucht die Frage auf, wie man Kleinbeträge (z.B. eine gewonnene
Auktion bei ebay.com) halbwegs wirtschaftlich ins Ausland schicken kann.
Kleinstbeträge (z.B. die Auktion) sind selten sinnvoll per Überweisung
oder Scheck abzuwickeln, da hier die Transaktionskosten häufig über
dem Zahlungswert liegen.
Innerhalb Europas bietet sich natürlich für Zahlungen in EURO bis
50.000 EUR die EU- oder SEPA-Überweisung an. Für den Rest der Welt
sind hier ein paar Möglichkeiten zusammengetragen.
Folgende Möglichkeiten könnte man nutzen, vorher aber auf jeden
Fall mit dem Empfänger abstimmen, ob er mit dieser Zahlungsform
einverstanden ist !
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Kreditkarte
Wenn der Empfänger ein Unternehmen hat, das Kreditkarten abwickeln kann
ist es am einfachsten, den Betrag der eigenen Kreditkarte belasten zu
lassen.
Vorteil: Kostengünstig (Entgelt für Auslandseinsatz gem.
Kartenbedingungen), weltweit verfügbar.
Nachteil: In der Regel nicht für Zahlungen an Privatpersonen geeignet,
außer über kostenintensive Umwege wie Paypal.
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Bargeld
Wenn man damit leben kann, daß der Brief evtl. verloren geht und man
kaum eine Möglichkeit hat, den Eingang beim Empfänger zu beweisen:
Einfach bei der Bank die entsprechende ausländische Währung besorgen
und die Scheine in einen nicht durchsichtigen Umschlag packen.
In einige Länder ist auch der Versand von Bargeld im Wertbrief
versichert, bitte über Details bei der Deutschen Post informieren.
Vorteil: Einfach zu handhaben, keine Probleme für Empfänger zu
erwarten
Nachteil: Verlustrisiko (Postweg oder Empfänger bestreitet, das Geld
erhalten zu haben) oder bei Wertbrief hohe Versicherungskosten.
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Reiseschecks
Wenn der Empfänger Reiseschecks
wie normale Schecks annimmt (habe ich in die USA schon ohne Probleme
gemacht) kann man einen doppelt unterschriebenen Reisescheck über den
entsprechenden Gegenwert per Post verschicken. Nicht vergessen, den Ordervermerk
(to the order of ....) mit dem Empfängernamen zu ergänzen.
Vorteil: In allen großen Währungen verfügbar, recht
kostengünstig (i.d.R. 1%)
Nachteil: Postwegverlust wie Bargeld, ggf. nicht in der Währung des
Empfängerlands verfügbar.
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Money Order
Zum Thema Money Orders folgende Erläuterungen. Es handelt sich dabei
um Zahlungsanweisungen international tätiger US-amerikanischer und
kanadischer Banken, die sich durch diese verbrieften Anweisungen verpflichten,
einen bestimmten Geldbetrag an den im Dokument ausgewiesenen Begünstigten
(to the order of) auszuzahlen. Money Orders stellen keine Schecks im
üblichen Sinne dar, werden aber als solche in der Praxis behandelt,
da sie auch durch einfaches Indossament übertragbar sind. Die internationale
Zahlung erfolgt durch Versendung der Money Orders an den Begünstigten,
der sie wiederum einer Bank zur Einlösung (Inkasso, Zahlung E.v.) vorlegt.
Money Orders können mit festen Vorlagefristen ausgegeben werden, so
daß nach Ablauf der genannten Frist die 'bezogene' Bank nicht mehr
in Anspruch genommen werden kann. Häufig werden sie als Blankoformular
ohne Unterschrift eines Bankbevollmächtigten, jedoch mit fest eingedruckten
Beträgen von Banken zum Kauf angeboten. Der Käufer trägt dann
den Begünstigten, das Ausgabedatum und seine Unterschrift ein (Personal
Money Order) und zahlt den eingedruckten Geldbetrag an die Bank. (in etwa
vergleichbar Traveller cheque).
In den USA sind Money Orders in Supermarktketten wie
Wal-Mart oder
7-Eleven zu kaufen.
Bei einigen American Express Reisbüros bekommt man gerüchteweise
auch in Deutschland International Money Orders von AmEx.
Ansonsten kann man aber in der Regel auch einen Bankscheck schicken (z.B.
Aufnahmegebühren an amerikanischen Unis), falls man an eine Money Order
nicht herankommt.
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Schecks
Wenn alle Stricke reißen kann man bei seiner Bank einen Scheck erwerben,
der auf eine Niederlassung oder Partnerbank im (Begünstigten-)Ausland
gezogen ist. Für den Empfänger ist es also ein Inlandsscheck, der
Zahlende muß jedoch leider die AZV-Konditionen seiner Bank zahlen.
Den Scheck kann man sich entweder von seiner Bank aushändigen lassen
und selbst verschicken oder durch die Bank direkt an die Adresse des
Empfängers verschicken lassen.
Vorteil: Für fast jedes Land mit frei konvertierbarer Währung
verfügbar.
Nachteil: Hohe Transaktionkosten.
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Überweisung
Überweisung direkt auf das Konto des Empfängers. Bitte hier alle
möglichen Angaben vom Empfänger erfragen (Kontonummer, in Europa
IBAN, Bankname, SWIFT-/BIC-Code der Bank, ggf. länderspezifische Bankkennung
wie FED-ID, bank sorting code etc.)! In bestimmte Länder kann man
Kleinbetragszahlungen auch zum Festpreis abwickeln, bitte bei der Bank
erkundigen.
Vorteil: Zahlung ist komplett nachvollziehbar, möglich an jeden
Kontoinhaber.
Nachteil: Hohe Transaktionskosten, ggf. verlangt die Bank des Empfängers
von ihm nochmal Gebühren
Daneben gibt es noch Möglichkeiten wie
PayPal, die insbesondere für
Internetzahlungen geschaffen wurden.
Für den dringenden Bargeldtransfer (auch in entlegene Gegenden) gibt
es zum Beispiel
Western Union Money Transfer, in
Deutschland über Postbank , American Express und Reisebank möglich.
Nicht gerade billig, aber schnell und erprobt.
Eine etwas ungewöhnliche, aber einfache, Möglichkeit, im Ausland
Schulden bei Privatleuten zu zahlen ist, Geschenkgutscheine zum Beispiel
von der jeweiligen Amazon-Niederlassung zu kaufen und an den Empfänger
zu mailen. Also bei Kauf in USA einen Geschenkgutschein von amazon.com mit
der eigenen Kreditkarte kaufen und dem Empfänger zusenden.
Wer noch weitere Möglichkeiten kennt (am besten aus eigener Erfahrung)
ist herzlich eingeladen, uns eine Mail zu
schicken.
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